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Müßiggang ist aller Laster Anfang. Eines meiner Laster ist Bilder machen. Früher in der Mehrzahl mit Elektronen, heute mehr mit Licht. Gerne benutze ich dazu Apparate, aber zunehmend werden diese Apparate einfacher. Da ich auch lesen und schreiben schön finde, lese ich gerne und schreibe gelegentlich auch was auf. 

Dienstag, 12. Dezember 2017

Erdschädlinge

Neulich hörte ich im Radio einen Beitrag über die Klimageschichte der Erde, in dem darüber berichtet wurde, daß, seitdem Leben auf der Erde existiert, die Temperatur trotz sich ändernder Energiezufuhr durch die Sonne erstaunlich konstant geblieben ist. 
Erstaunlich, das bedeutet, es versetzt den Wissenschaftler in erstaunen, eine Erklärung steht jedoch noch aus.  Ich darf also ein bisschen spekulieren.
Vielleicht gibt es da etwas, von dem wir nicht wissen was es ist, was es will und ob es überhaupt ist, das unseren Planeten dazu anhält, lebensfreundlich zu sein, sprich, auf seiner Oberfläche und in den Tiefen seiner Meere ein Klima aufrecht zu erhalten, das dem Leben freundlich gesonnen ist. 
Ein schöner Gedanke? 
Vielleicht.
Mir gehen Pioniergeschichten durch den Kopf, 
die Besiedlung Amerikas mit der damit einhergehenden Vernichtung der Kultur des Kontinents und 
Steven Hawkins, der sagt, die Menschheit muß bald aufbrechen, zu neuen Planeten.
Terraforming - ein Irrsinn, wenn man bedenkt, daß wir einen wohlgeformten Planeten verlassen wollen, weil wir ihn nicht erhalten können.
Terraforming stelle ich mir so vor:
eine Maschine aufstellen, die ein lebensfreundliches Klima entstehen läßt. Ein paarhunderttausend Jahre warten und dann nachgucken, ob es geklappt hat.
Bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Kuchenteilchen und Blick aus dem Fenster hinaus auf das Leben in dem lebensfreundlichen Stadtbiotop aus Pflastersteinen und Auspuffrohren frage ich mich, wie das wohl gehen kann mit dem Terraforming, mit dem Schaffen einer lebensfreundlichen Umgebung, in der Palmen wachsen, Moose, Tiere; Wesen, die leben. 
Leben wir auf einem Planeten, auf dem irgendwann einmal eine Maschine aufgestellt worden ist, mit der Aufgabe, stabile, lebensfreundliche Bedingungen zu schaffen? 
Wenn ich diesem Gedanken folge, stellt sich mir rasch die nächste Frage: Ist die Maschine für uns Menschen auf diesem Planeten aufgestellt worden, oder dient alles Leben auf diesem Planeten  lediglich dem Prozess, für den die Maschine aufgestellt wurde, den Planeten lebensfreundlich zu gestalten. 
Ist die Maschine für die Menschen gemacht und wir spielen aus Dummheit unseren schönen Planeten kaputt, so könnten wir vielleicht eine Nachricht an die Erbauer schicken, mit der Bitte, uns zu helfen, weil wir allein zu dämlich sind, auf diesem Planeten zu leben.
Im anderen Fall, wenn die Erde, das Klima, die Kreaturen, die auf dem Land, im Wasser und in der Luft existieren, weil der Terraformingapparat seine Aufgabe in fremdem Auftrag erfüllt, in diesem Fall frage ich mich: was hätten wir Menschen gemacht, hätten wir Terraformingmaschinen im Weltall verteilt, um irgenwann einmal in ferner Zukunft uns einen besonders gelungenen Planeten auszusuchen und diesen zu besiedeln? Wie hätten wir die Maschine konstruiert und wie hätten wir dafür gesorgt, daß unser Jahrmillonen oder Jahrtausende dauerndes Projekt nicht durch Schädlinge oder Unkraut gefährdet wird?
Wir hätten bestimmt einen Vorrat an Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel eingeplant und wit hätten einen Überwachungsmechanismus, der eine Gefährdung unseres Projektes rechzeitig bemerkt und Mittelchen ausbringt, die den Schädlingen den Garaus machen.

Wir sind noch da, der Sensor hätte längst angesprungen sein müssen, die Maschine gibt es wohl nicht. Folglich können wir wohl auch nicht um Hilfe bitten, wir sind allein verantwortlich dafür, daß das Leben immer schneller von diesem Planeten verschwindet, wir sind zu dusselig, auf der Erde zu leben. Schade um den schönen Planeten. Ich kenne keinen anderen, aber ich denke, es war der schönste, hätte der schönste werden können.

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