Über mich

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Müßiggang ist aller Laster Anfang. Ein guter Grund, mit gutem Vorbild voranzugehen umd mich im Müßiggang zu üben. Wenn ich gerade nicht müßig gehe, mache ich gerne Bilder. Früher in der Mehrzahl mit Elektronen, heute mehr mit Licht. Gerne benutze ich dazu Apparate, aber zunehmend einfachere. Ganz einfach wäre Stift und Pinsel, aber dazu muss ich noch mächtig üben. Bis zu den ersten vorzeigbaren Ergebnissen schleppe ich mich daher mit diversen, unterschiedlich komplizierten Fotoapparaten ab.Da ich auch lesen und schreiben schön finde, lese ich gerne und schreibe gelegentlich auch was auf. 

Donnerstag, 19. Januar 2017

Berlin

Neulich fand ich eine Feder, aus Stahl,
von der Firma Heinze & Blanckertz, No.1191 EF.

Ein filigranes Werk aus grauem Stahl, einer feinen Spitze, raffiniert gerillt und mit einer Faltung zur Bevorratung eines Tintentropfens.
Die Berliner Fabrikationshallen der Firma Heinze & Blanckertz in Oranienburg wurden, so kann man in Wikipedia nachlesen, 1945 zerstört und die Reste von der Roten Armee demontiert. Der graue Stahl wird eben nicht nur zur feinen Zeichnung mit Tinte auf Papier genutzt, mit seiner Hilfe wurde und wird immer noch aufs heftigste radiert.
Um meinen und Euern Fokus weg von der zerstörerischen und hin zur kreativen Nutzung des Eisens zu lenken, habe ich, in meinen Adern fließt auch ein Tröpfchen Tinte, die Feder in den Halter gespannt und ein paar Zeilen aus Brechts Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" zitiert.
Berlin eben, damals, so wie heute.
Es macht immer Sinn, einen feinen Stahl zu nutzen.




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